Sozialräume verstehen gestalten erforschen

Institut für sozialraumortientierte Praxisforschung und Entwicklung e.V.

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Hier finden Sie aktuelle Informationen zu neuen Projekten, Vorträgen und Veröffentlichungen.

vlnr: Ulrich Deinet, Maria Icking, Stephan Möhler, Lena Wierer

10 Jahre Jugendpavillon in Öhringen

Am 4.9.2026 hatten Ulrich Deinet und Maria Icking Gelegenheit, den Jugendpavillon (JuPa) in Öhringen erneut zu besuchen. Vor rd. 10 Jahren wurde das Gebäude der ehemaligen Landesgartenschau zu einer Jugendeinrichtung umgebaut. Im Hintergrund stand ein Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg mit dem Ziel einer Kooperation zwischen Mobiler Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit von drei benachbarten Schulen und der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Entstanden ist eine außerschulische Location mit Schüler-Café und Mittagstisch und einem hohen Freizeitwert (u. a. Gaming Zone, Außengelände mit Skater-Bikerpool). Das Vorhaben wurde seinerzeit vom ISPE wissenschaftlich begleitet.

Im Gespräch mit der Leiterin des JuPa Lena Wierer und dem Leiter des Jugendreferates der Stadt Öhringen Stephan Möhler zeigten sich deutliche Veränderungen der ursprünglichen Konzeption. So sei die Kooperation mit der Schulsozialarbeit aktuell auf einzelne Veranstaltungen begrenzt und die aktuellen Besucher:innen seien vor jüngere Jugendliche aus dem Umfeld des JuPa. Die Mobile Jugendarbeit in Öhringen ist nun am Jugendkulturhaus „Fiasko“ angesiedelt und erreicht dort u.a. durch Cliquenräume besonders ältere Jugendliche.

Solche konzeptionellen Veränderungen sind typisch für die Kinder und Jugendförderung, die sich immer wieder den veränderten Bedarfen und Lebenslagen anpassen muss. Es zeigt sich die Dynamik in den einzelnen Feldern wie zum Beispiel die Auswirkungen des weiteren Ausbaus der Schulsozialarbeit und der Betreuungsangebote an den einzelnen Schulen, die eine Kooperation schwierig machen. Vorhandene Einrichtungen der offenen Kinder und Jugendarbeit müssen ihre Nische finden: der Jugendpavillon ist heute eher eine „normale“ Einrichtung der offenen Kinder und Jugendarbeit geworden, hat aber seine Attraktivität nicht eingebüßt und wird heute auch in den Ferienprogrammen vielfach genutzt: https://www.jugendpavillon-oehringen.de/

Den Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung finden Sie hier

Bausteine für die Entwicklung einer integrierten Sozialplanung

 

Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, unterschiedliche Planungsinstrumente in den verschiedenen Bereichen der Daseinsvorsorge im Sinne einer integrierten Sozialplanung zu koordinieren und miteinander zu verbinden. Eine besondere Herausforderung bilden dabei die unterschiedlichen Sozialraumzuschnitte und Kartierungen, die in den einzelnen Fachbereichen entstanden sind und häufig nicht miteinander übereinstimmen.

Im Sinne einer Governance-Strategie, die die Bedürfnisse und Bedarfe der in den Sozialräumen lebenden Menschen nicht nur berücksichtigen, sondern zur Grundlage der Planung machen will, geht es deshalb nicht allein um die administrative Koordination verschiedener Fachbereiche. Entscheidend ist vielmehr auch die interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Beteiligung der Menschen an der Entwicklung ihrer Sozialräume.

Wir bieten für die Unterstützung und Begleitung eines solchen Prozesses auf der Grundlage unserer langjährigen und vielseitigen Projekterfahrungen verschiedene Bausteine an, die als Gesamtprojekt oder auch einzeln in Anspruch genommen werden können.

Eine ausführliche Darstellung des Angebots finden Sie hier

Kymon Ems

„Zukunftskonferenz Offene Kinder- und Jugendarbeit“ am 10. Juni 2026 im Kreishaus Düren

Der Kreis Düren steht – wie so viele Kreise und Kommunen – vor finanziellen und strukturellen Herausforderungen. In diesem Zusammenhang wird (wie so oft) insbesondere über den Umfang und die Ausgestaltung potentiell freiwilliger Leistungen diskutiert.

Um die Kinder- und Jugendarbeit im Kreis zukunftssicher und bedarfsorientiert weiterzuentwickeln, wurde eine Zukunftskonferenz veranstaltet, bei der Impulse für die konzeptionelle Weiterentwicklung gegeben und mit den Trägern und Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Dialog diskutiert wurden.

Ziele der Veranstaltung:

Prioritäten setzen und innovative Ansätze diskutieren, die die zukünftige Offene Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Düren langfristig sichern und profilieren. Strategie für eine starke, vielfältige und bedarfsgerechte Offene Kinder- und Jugendarbeit.

Nach einem fachlichen Impuls von Prof. Dr. Ulrich Deinet und Kymon Ems wurde ein Strategiepapier für den Jugendhilfeausschuss erarbeitet, dass die Grundlage der „Vereinbarungen über Gegenstand und Förderung der Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen“ ab 2027 bildet.

Inhalte des fachlichen Inputs:

Dr. Ulrich Deinet, Kymon Ems M.A. Institut für sozialraumorientierte Praxisforschung und Entwicklung e.V. (ISPE)

Zukunft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Düren

  1. Wie geht es den Jugendlichen: aktuelle Ergebnisse einer Jugendbefragung
  2. Veränderungen der Lebenswelten und der Rahmenbedingungen der OKJA
  3. Bedeutung virtueller Räume und digitaler Kommunikation
  4. Zwischen Gafög und Prävention: die aktuelle Lage der OKJA im Feld der Kinder- und Jugendhilfe
  5. Konzeptentwicklung: Bildung sozialräumlicher Schwerpunkte der Einrichtungen und Projekte

Die ganze Präsentation finden Sie hier